Organische Selbstregulierung

beruht auf „intakten“ biodynamischen Rhythmen: pulsierendes Ein und Aus des Atems, unwillkürlicher Takt des Herzens (schon vorgeburtlich), der lange Weg der Verdauung und innere Vorgänge der Geschlechtlichkeit im Lauf des Lebens, Werden und Vergehen.

Wie unabdingbar ist das für unabhängiges Wohlbefinden und spontane Selbstheilungsprozesse!

Davon hängt integriertes Selbsterleben ab, als Kontakt mit sich selbst, im Gefühl für die eigene Zeit und Lebendigkeit – als rhythmisches Geschehen. Aktivität und Passivität, Wachheit und Traum, Aufnehmen und Verdauen von Eindrücken und Nahrung, in Zyklen von Bedürfnis und Befried(ig)ung, von Verlangen und seinen Zielen, oder dem Scheitern, von inneren Kämpfen und darüber hinaus in innerem Frieden.

Mehr oder weniger optimal oder eingeschränkt ermöglichen diese Rhythmen Lebendigkeit, leibhaftig eingebunden in den gesamten „Bewegungsapparat“, in Kreislauf und Nervensystem (Hirn und Rückenmark sind die Zentrale). Dabei wird die Muskulatur der zuständigen inneren Organe und Drüsen gesteuert vom autonomen Teil des peripheren Nervensystem, durch seine gegensätzlichen Funktionen: Sympathikus und Parasympathikus:
Der Erste ist zuständig für erhöhte Lungen- und Herzaktivität, zugleich vermindert sich die Verdauungsaktivität (bei lebensnotwendigen und lebensrettenden Aktionen, bei gutem und schlechtem Stress, besonders bei Angst); der Parasymathikus ist zuständig für Entspannung und ermöglicht die Aktivität der Verdauung.

Einseitig Ich-kontrollierte Regulierung kann diese unwillkürlichen Rhythmen behindern und anhaltend beeinträchtigen, auch unbewusst. Jeder kennt das: Schon diffuse Unentschiedenheit zwischen notwendig empfundener Ruhephase und dem Druck zu weiterer Aktivität kann schon Bauchweh auslösen. Die chronische Einschränkung dieser Rhythmen beeinträchtigt nachhaltig damit zusammenhängende Muskeln in ihrer Flexibilität und Kraft. Das hält sich dann wechselseitig aufrecht bis zum Es geht nicht mehr.

Wie spüren Sie z.B. Brustmuskulatur, Schulterbereich, Kiefer-und Kinn, Zwerchfell und Iliopsoas, die für Kraft und Beweglichkeit aus dem Zentrum so höchst bedeutende Muskelgruppe?

Natürlich werden so auch Chakren und subtile Energiebahnen beeinträchtigt. Solche eher unbewussten inneren Kompromisse sind mit entsprechenden Haltungen und Denkweisen verknüpft. Als Stressmuster wirken sie sich früher oder später sehr unangenehm aus – z.B. Verdauungsbeschwerden, chronische Schlafstörung, Erschöpfung, Asthma, mangelnde Konzentration, Kopfschmerz, unangenehme Leere, Frust, schlimmere Folgewirkungen.
Fühlt man sich damit in eine Art Sackgasse geraten, eignet sich zunächst besonders gut psychoperistaltische Massageberührung aus dem Schatz der Biodynamischen Psychologie. Durch klareres Körpererleben kann einseitig automatisierte Ich-Kontrolle eher flexibel nachgeben.